mehr lebensfreude

Manchmal ist Frustessen von allen schlechten Dingen, die ich gegen Frust und emotionalen Schieflagen tun kann, immer noch das Beste. Aber über einen längeren Zeitraum ohne Pause zelebriert sammelt sich da ganz schön viel Kompensationsspeck an. Und irgendwann habe ich dabei auch mein Sättigungsgefühl verloren. Einfach weggegessen.

Mit ein bisschen hin und her habe ich jetzt meine Ernährung umgestellt, esse, was mich glücklich und möglichst nachhaltig satt macht (orientiert an meinem tatsächlichen Gesamtenergiebedarf (der erfreulich hoch ist!)), dazu ein bisschen Sport. Zack 6 Kilo runter. Es ist echt ein Geschenk, einen Körper zu haben, der sowas macht. Ich staune. Und fühle mich wieder ein bisschen mehr wie ich.

Vorher war ich natürlich auch schön! Und habe mich auch wohl gefühlt. Speck ist schon sehr gemütlich kuschelig …  Aber jedes Jahr ein paar Kilo zuzunehmen und mir immer neue Klamotten kaufen zu müssen ist als Zukunftsmodell nicht so verlockend für mich.

 

 

 

 

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durcheinander

Der Freitag war durcheinander. Habe aufgeräumt. War wieder bouldern, alleine, weil meine Verabredung spontan zum Azt musste. Abschließend direkt zum Friseur, schnipp-schnapp, ganz viel ab. Habe mich endlich mal in die orientalische Patisserie reingetraut – und richtig feines Walnuss-Baklava gekauft. Zum Reinlegen lecker! Die Nussmasse ganz wenig süß, der Teil mega knusprig, und obendrauf genau richtig viel/wenig Sirup. Hmmm. Zuhause noch schnell feucht durchwischen, am frühen Abend eine Verabredung zum Kaffee, danach zuhause Abendessen mit dem Herrn. Also, mit dem mit angetrauten, nicht dem allmächtigen. Tag zuende.

freier fall

Habe sehr mit mir gerungen, war zum Bouldern verabredet – aber mein Gleichgewichtsnerv ist entzündet. Bin schließlich doch hin – und oh Wunder: Bouldern klappt total gut mit eingeschränktem Gleichgewichtssinn, weil ich da so viel über Körper und Muskelspannung wahrnehme. Es war sehr entspannt.

Danach ausruhen. Blumenkohlauflauf mit roter Beete. Milchreis mit roter Grütze.

Aufräumen und Putzen, dabei ein Hörbuch hören.

Schöner Tag!

eitelkeit

Es ist so schwierig, nicht eitel zu sein. Ich brauche neue Schuhe zum Radfahren, das ist eine echte Herausforderung.

Mit Rennradwursthose und Schmetterlingshelm (zwei uneitle, pragmatische Entscheidungen der Vergangenheit) bin ich irgendwie gehandicapt. Wenn ich dazu jetzt Outdoor-SANDALEN anziehen würde, dann könnte ich mich selber nicht mehr ernst nehmen. Aber zwei Wochen täglich 8 Stunden in der Sonne radeln … will ich da wirklich Turnschuhe tragen, weil es besser aussieht …?

zwischen bäumen

Wochenende auf Berg mit Bäumen drumrum.
Und mit Menschen, die jemand verloren haben und vermissen wie verrückt.
Zusammen trauern ist irgendwie schön. Jeder ist in derselben Situation – natürlich alle im Detail verschieden, aber man ist auf derselben Augenhöhe.

Schöne Erinnerungen teilen. Weinen. Gute Gespräche. Zusammen lachen.

Und Essen wie bei älteren Tanten oder meiner Oma früher. Immer mit Suppe (serviert in großen Suppenschüsseln mit so Löwenkopfgriffen). Samstags gabs Würstle, Sonntags Gulasch, und zum Nachtisch Schokopudding und Hollunderblüten-Joghurt-Creme. Oldschool, aber cool.

frei und freuen

Kaffee und Spaziergang mit wunderbarer Person, die ich schon über 1 Jahr nicht mehr gesehen hatte. Das nicht-so-gute im Leben teilen und keine Angst haben ist schön.

Radfahren. Ich komm dieselben Berge hoch wie vor ein paar Jahren (als ich mich jung und fit fühlte). Es ist nur viel viel anstrengender, zeitintensiver und alles tut mehr weh. (Habe unterwegs sogar angehalten um mal „Thrombose, Fuß“ zu googeln. Da hatte aber wohl nur der Schuh auf einen Nerv gedrückt … Höllenschmerzen!).

Unterwegs unvernünftig teures Sonnenschutzmittel gekauft. Riecht sooo gut!

 

1 gedicht

die welt wankt.
ich bin
aus dem gleich
gewicht geraten.
im ohr drin.
piiiep.

(das gute am tinnitus:
ich höre keine schnaken.)

 

anti-helden freitag

War Shopping-Assistenz des Mannes. Das hat gut geklappt. Zum Dank wurde ich lieb zum Essen eingeladen.

Unerwarteterweise war an meinem Essen um die 4 Zehen Knoblauch drin. Was zur Folge hatte, dass ich den ganzen Samstag mit Kreislaufproblemen auf dem Sofa lag. Was wiederum zur Folge hat, dass ich Rückenschmerzen bekomme und – jetzt neu – auch ein wattiges Ohr mit Tinnitus und Schwindel. Nicht so yay.

Scheiße, ich werd alt.

miau

Muskelkater ist irgendwie praktisch. Man fühlt sich so lebendig und kann einzelne Muskeln und ihre Funktion genau lokalisieren und analysieren. Und man kann ganz toll jammern.

helden-freitag

Aufstehn, aufräumen, abstauben, Wohnung saugen.
6 km joggen, zum 1. Mal alleine Bouldern gehen (3 offenen Blasen an den Händen, dafür unversehrte Füße). Zuhause Pause – Mittagessen: 1 Schälchen Erdbeeren und 1/2 Stinkekäse. Danach 4 kg Erdbeeren kleinschnippeln und einfrieren. Abends Vernissage in alter Villa. Von 1 Bier (0,33) angetrunken. Peinlich, aber preiswert.

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