hallo … ist das wer?

„Bin gerade geneigt mir ein neues Fahrrad zu kaufen, weil sich das Scheißpedal nicht wechseln lässt.“

Diesen Satz würde ich  jetzt gerne bei facebook schreiben, das ich ja aber nicht mehr nutze. Weil diesen Satz schreibt man ja nicht auf einem Blog. Oder jemand per SMS. Es ist aber auch niemand da, dem ich das mal sagen könnte. Ein Anruf mit diesem Satz wäre auch seltsam.

Es fühlt sich immer noch so komisch an ohne facebook. Wie tief drin in einem Schneckenhaus.

 

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+/-

Pfingsten

++ Hafer-Dinkel-Brötchen gebacken
++ besitze jetzt so eine klarglasige Radbrille, mit der jeder bescheuert aussieht, aber: keine Fliegen und Fusselpollen mehr im Auge
++ langer Regenspaziergang im Wald
++ kurzer Spaziergang im Wald ohne Regen, dafür mit Mann
++ kiloweise Obst und Gemüse essen
++ und ganz viel Käse, Käse, Käse
++ auf einen Berg laufen
++ durch Wiesen und Wälder streifen
++ zwischen Sonne und Gewitterwolken vespern
++ kein Schnaken- oder Bremsenstich

— Rückenschmerzen
— mein Salbei hat Läuse UND weiße Fliegen
— Hafer-Dinkel-Brötchen machen süchtig
— Fahrradpedale haben zwar eine Schraube, das heißt aber nicht, dass man die aufdrehen kann

frustrierender freitag

Der Freitag war nicht frei, der Freitag war schrecklich! So schön die Datenschutzgrundverordnung für Verbraucher auch ist – für Unternehmer ist es echt komplex. Habe festgestellt, dass ich das nicht mal eben so an einem Freitag verstehen und umsetzen kann.

 

Zufriedenheit lernen

Zu viel Arbeit und Freizeit und überhaupt. Zu wenig Lust zu schreiben.

Zwei Wochen an einem intensiven Projekt gearbeitet, auch Freitags, in einem Klettersteig im Rheintal rumgekraxelt und gelernt, was die Höhenangt mit mir macht (und was ich mir ihr machen kann), Tiere in Nürnberg angeschaut, über fremde Krisen beraten, und: Ich esse seit 1,5 Wochen wahnsinnig diszipliniert. Keine Süßigkeiten. Weniger Getreidezeug, mehr Obst und Gemüse. Im Büro werde ich deswegen schon gedisst, von wegen ungesunder Diät und so. Ich hab auch permanet Hunger – aber das sagt ja nicht viel aus, wenn man umgekehrt, egal was man isst, auch nie satt wird. Gestern habe ich mal alle Sachen aufgeschrieben, die ich gegessen und getrunken habe – und ich bin ungefähr bei 10.000 kJ gelandet, das ist genau, was ich an Energie brauche. Mein Kopf weiß also ziemlich gut, wie viel ich essen muss. Und der Körper, dem muss ich jetzt einfach Zeit geben, das auch zu lernen. Zufriedenheit lernen …

is this real?

So. Jetzt also Leben ohne facebook. Es fühlt sich komisch an. Ein bisschen einsam. So fällt es noch mehr auf, dass die letzte SMS, die ich bekommen habe 7 Tage her ist. Muss ich mich jetzt mit echten Menschen unterhalten?

Grundsätzlich finde ich es aber gut. Das ist das echte Leben, das muss man aushalten können. Auch wenns ein bisschen langweiliger ist, gell.

This is really happening.

freier freitag

An meinem freien Freitag war ich im Büro, habe 36 Minuten gearbeitet und danach ein langes, inspirierendes und gleichermaßen verwirrend anstrengendes Gespräch geführt. Über Arbeit, wie diese bezahlt werden sollte, Grundeinkommen, wie Unternehmen mit Menschen umgehen, wie Menschen sich verhgalten wenn sich angestellt oder freiberuflich unterwegs sind und so weiter. Gut fand ich, dass wir zum Schluss alle gleichermaßen konfus waren, weil wir von der jeweils anderen Sichtweise so geflasht waren. Das, was man sich immer so als Erklärungsmodell der Welt zurechtlegt, ist halt immer nur ein kleiner Teil davon.

Danach habe ich Blumen und Erde gekauft und den Balkon auf Vordermann gebracht. (Auch der gekaufte Salbei hat die Umtopfung überlebt und ich habe schon einen Tee gekocht.) Zu viele Karamellkekse gegessen (schlechtes Gewissen!), und ein paar Stabilisationsübungen fürs Knie (immehin). Letzteres mache ich gar nicht so ungern, wenn ich denn mal angefangen habe. Nur das Anfangen ist so schwer. Abends habe ich noch den auf dem Sperrmüll gefundenen Stuhl abgeschliffen und ein Hörbuch gehört.

… gibt es da draußen Leben?

Ich neige ja dazu, spontanen Eingebungen zu folgen (oder überstürzt zu handeln – je nach Sichtweise). Heute so die sponatane Idee: Ich könnte soziale Medien künftig nur noch beruflich nutzen. Es ist so skurril, dass das eine echte Entscheidung ist!

Bis morgen denk ich mal darüber nach …

blitz und donner

Es gibt so Tage, da ist alles schrecklich.
Das Bad ist blockiert, die Wäsche muss wegen Regenwarnung noch schnell abgehängt werden, die Nachbarin passt einem im Flur ab, das Büro stinkt nach vergammeltem Biomüll, die Soyamilch ist alle, überhaupt ist diese blöde Laktoseintolleranz super nervig, was ist das denn für ein Leben, wenn man sich nicht mal guten Gewissens mit Frustschokokeksen vollstopfen kann!, es gibt ein Gewitter und alles ist grau und grauslich, und dann liest man auf Facebook noch so dumme Kommentare, dass sich einem die Nackenhaare aufstellen. Bei unlogischen Argumentationen verliere ich immer den Glauben an die Menschen und eine gute Zukunft. Und so geht das dann weiter und ich wüte durch den Tag, ich Gewitterwölkchen.

freier freitag

Irgendwie hat es mein Mann geschafft, mich um 6.30 zu wecken.
Ich war unglaublich müde. Nach dem Frühstück war ich im Wald joggen.
Ein Kundentermin ließ sich nicht verlegen,
danach habe ich fleißig 4 Stunden Verwaltungskram im Büro erledigt.

Dann keine Lust mehr und ab in die Sonne.

hmpf

vielleicht gewöhn ich mich
an dich,
du muskelkater.
ich fühl mich
so lebendig
mit dir.

 

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