ja, ach!

Also, auf Freunde kann man sich verlassen.
Manchmal auch darauf, dass Sie geplante Termine kurz vorher absagen – oder sich erst auf den allerletzten Drücker melden und es dann für alle stressig und unangenehm wird.

Boah, und ich bin auch so! Menschen sind so anstrengend!

ffffffft

Mir ist alles zu viel, weil ich den Kopf nicht mehr frei krieg. Überall was zu tun, egal wo ich hinschau. Alles nicht schlimm, aber einfach keine Ende in Sicht.

Müdemüde mag nicht mehr.

Wünsch mir, dass ein Wunder passiert.

blopp und topp

Es macht mich völlig fertig, wenn zwischen Gesagtem so viel Unausgesprochenes steht … so viel Angst und Lebenskrise und auch nicht-wahrhaben-Wollen. Da kann der Gegenüber noch so viel Weglächeln und Schönreden. Das macht es nur schlimmer. Wenn der Verstand wahrnimmt: Ist doch alles paletti, hörste doch! und der Bauch dabei kaum wahrnehmbar murmelt: Hmjoa, aber irgendwie … irgendwas stimmt da doch nicht. Da brauch ich Stunden nach der Begegnung, bis ich das raffe, bis ich mein Bauchmurmeln hören und dann verifizieren kann, um dann wieder im Einklang zu sein. Manchmal könnt ich auf diese Empathie echt verzichten.

Dafür war der Sonntag durchweg sonnig! Sport geschwänzt und stattdessen Spaziergang im Wald mit sehr erfolgreichem und konstruktivem Krisengespräch. Müslipause. Kaffee und Kuchen, gute Gespräche, ausgewogenes Reden und Zuhören und dazu viel Sonne mit lieber Freundin. Und dazu sehr inspirierend: Kaum zuhause angekommen hab ich gleich was leckeres gekocht.

Urlaub. Ueckermünde. War schön. Zum ersten Mal mit Auto in Urlaub – das hat sich sehr gelohnt. Wir streiten im Auto immer wegen jedem Scheiß – so war der Urlaub außerhalb des Autos so entspannt und konfliktfrei wie noch nie! Wir waren ernsthaft 4 Mal bei McD. essen (Hamburger und Pommes sind milchfrei, das ist ein Argument). Ich habe viel gezeichnet und dank zu kleinem Tisch und zu kleinem Stuhl tat mir nach zwei Tagen wirklich jedes Gelenk weh. Biologisches Alter: 60 plus. Außer den Fußzehen, vielleicht, die sind ganz gut in Form!

Wieder zuhause habe ich noch zwei Tage Urlaub gespielt. Einen Tag habe ich im Zoo vertrödelt. Und meinen Geburtstag habe ich alleine verbracht mit einem Ausflug in ein supersüßes Städtlein, mit Schaufensterbummel und Besuch im Sole-Bad, habe sogar  an der Senioren-Gruppen-Wassergymnastik teilgenommen. Das war anstrengender als gedacht und ich habe superfiese Kopfschmerzen bekommen, die ich mit einer risengroßen Eisschokolade in Schach halten konnte, so habe ich es immerhin bis in die Bahn nach Hause geschafft. Dank Blur im Ohr konnte ich entspannt nach Hause dösen. Zu Abendessen gab es Salat und unverschämt viel Schokolade und Karamell und eine große Portion Netflix. Ende.

Die erste Woche nach dem Urlaub ist immer Horror für mich. Der blöde Alltag mit seinen noch blöderen hundert Anforderungen hat sich nämlich nicht wie erwartet in Abwesenheit in Luft aufgelöst. Und im Büro knallen stündlich neue Aufträge rein. Ist ja schön, aber doch nicht alles auf ein Mal. Puh.

Zur Motivation und Ablenkung habe ich mir einen neuen Schreibtisch bestellt. Mit einer altrosa Tischplatte. Das war ganz spontan, hoffentlich bereue ich das nicht. Ganz zur Not würde ich sie halt wieder runterschrauben und wir bekämen zu Hause einen rosa Esstisch. Mal sehen!

aufholjagd

Wenn man in zwei Wochen Urlaub versucht,
das verpasste Leben von 8 Monaten nachzuholen,
dann ist das ganz schön anstrengend.
und in weiten Teilen funktioniert es auch gar nicht.
Die Wohnung kann man mit viel Mühe
wieder auf Vordermann bringen.
Bei Beziehungen gestaltet sich das Aufholen eher schwierig.

Um ein schweres, sperriges Küchenbuffet in den Keller zu tragen,
braucht man zwei starke Männer – oder einen handelsüblichen Hammer.
Mit dem klopft man das Buffet auseinander, dann kann frau es ganz alleine in den Keller tragen, wo es bis zum nächsten Sperrmüll lagert. Ich hab noch nie irgendwas kaputtgehauen, aber das macht Spaß! Und es ist irgendwie sehr eindrücklich, so einen Riesenschrank in Kleinteile zu zerdeppern.

Die Türen hatte ich vorher abgeschraubt und habe später daraus ein Regal gebaut. Jetzt hab ich endlich einen Platz für meinen Staubsauger, alle Staubsaugeraufsätze, die Staubsaugerbeutel – und sogar das Bügeleisen passt noch rein! Und weil ich das Regal auf so ein Blumenrollbrett geschraubt habe, kann ich prima das Bügelbrett und die Wäscheständer zwischen Regal und Wand klemmen. Vielleicht ist das mal ein guter Schritt zu mehr Ordnung? Wir werden sehen.

buhuu

Als ich heute morgen wegen meiner neuen Sandalen vorsichtshalber Heftpflaster eingepackt habe, dachte ich, ich würde mir vielleicht ein kleines Zehchen wundscheuern. In echt war es anders. Die Sandalen haben eine glatte Sohle ohne Profil. Ich bin beim Losfahren am Fahradpedal abgerutscht und habe mir am Pedal (aus Metall natürlich, Kunststoff ist ja uncool) das Schienbein und den Knöchel fett aufgeschürft. Ich blute! Zum Glück habe ich Pflaster dabei.

Muffensausen

Unter Zeitdruck arbeiten ist nicht mein Ding, gerade wenn ich frei arbeite. Es ist mir auch immer peinlich, mich selbst so abzufeiern. Warum in aller Welt habe ich mich nur für ein Ausstellungprojekt beworben? In 10 Tagen ist der Aufbau. Bis jetzt habe ich nur einen Tisch voller Chaos aufzuweisen. Den kann ich schlecht ins Schaufenster stellen. Außerdem bin ich trotz genügend Schlag so erschöpft, dass ich aussehe wie ein Vampir. Ohne den sexy Aspekt. Und die Haare, die sitzen auch nicht.
Katzenjammer. Muffensausen.

 

Nasenpreis

Gerüche, die mich glücklich machen: Schuhcreme, die Duftmischung in der Acryl-/Stoffmalfarben/Papierleim-Kiste, frisch gemahlener Kaffee, Sommerlindenblüten.

stapel weise

Nachdem ich einen kompletten Tag lang Geschirr in Kisten gepackt hatte, und dabei sehr viele Dinge in der Hand hatte, die nie – wirlich gar nie!- benutzt wurden, das überraschende Finale. Ein bisher unentdeckter Tellervorrat im Keller. Ein Stapel von über 2 Metern, hätte man die Teller alle übereinander gestapelt.

Es ist verrückt, wie dieser Besitz von meine Eltern als Sicherheit und eine Art Reichtum und sogar Fürsorge empfunden wurde, und für mich jetzt schlicht als Ballast. Zum einen sind es wirklich schwere Lasten, die ich kistenweise durch die Gegend trage, zum anderen die Entscheidung, was in aller Welt machen wir mit den ganzen Sachen. Einiges können wir an Sozialkaufhäuser spenden, klar. Aber auch liebevoll gesammelte Dinge können so hässlich und unpraktisch sein, dass sie einfach kein Mensch braucht. Auch die lieben Enkel haben kein großes Verlangen nach Geschirr-Servicen komplett mit Suppentöpfen und Saucieren – die schon die ursprünglichen Besitzer-Uromas nicht benutzen wollten, weil sie total unpraktisch sind.

Am Anfang der Geschichte habe ich beim Wort „Sperrmüll“ sehr großes Unbehagen empfungen, jetzt freue ich mich richtig darauf. Auf Ent-lastung.

eine Tasse Glück

Manchmal
reicht schon
eine Tasse Kaffee
um glücklich
zu sein.

Von Hand gemahlen.
Im Porzellanfilter aufgebrüht.
So geht Leben.

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