Schnecken und Glück

Wenn das Glück ein Salat wäre, würde ich immer die Schnecken suchen und „Siehste!“ sagen.

Deshalb mühe ich mich, schön Grünes zu sehen:
Kaffeetrinken in der Sonne, Lachsnudeln zu Mittag, zwei potenziell gute Filme aktuell im Kino, ein ruhiger Arbeitstag, viele Dinge sind nicht mein Problem, mein neuer Geldbeutel ist immer noch toll, eine Verabredung zum Wandern.

eines tages …

Familie! Da kennt man sich so lange und lernt doch immer neue Seiten aneinander kennen. Tja. Nur nicht immer gute. Bei Konflikten verhalten sich alle dann halt doch wieder wie mit 15. (So betrachtet, ist das dann auch wieder nichts neues …)

 

lebenszeichen

Hey, ich hatte diesen Blog hier völlig vergessen. Umso schöner, daran erinnert worden zu sein.

Rosinen des Wochenendes:
Brötchen gebacken, die richtig, richtig gut wurden. Habe mich motivieren können, eine Stunde Gymnastik zuhause zu machen. Eine spontane Radtour Sonntag abends. Ich liebe, wie der August richt! Warme Erde, gemähtes Gras, Apfelbäume und der modrige Sommergeruch, wenn es abends kühl wird. Intervalltrainig zur optimalen Fettverbrennung war auch ganz einfach: 100 Meter Berg hochradeln, eine Minute Pause um nicht mit Herzkasper vom Rad zu kippen.

Zitronen:
Gefühlte Stunden die Wohnung aufgeräumt und geputzt und trotzdem nicht fertig geworden. An mir nagt der Zahn der Zeit: Ich habe in meinem Gesicht Altersflecken entdeckt. Dafür bin ich definitiv noch nicht bereit.

 

Bezug nehmend zum letzen Post von vor 2 Jahren: das Weben war nichts für mich. Diese Gleichmäßigkeit überfordert mich, und wenns nicht gleichmäßig ist, siehts Scheiße aus.
Dafür anderes Hobby entdeckt: Sachen ausschneiden und kleben: hier kucken

Das macht aber nur im Winter Spaß. Malen ist schon auch ein Zeitvertreib, aber mein Motivation nicht groß … Für die nächsten Wochen habe ich mir vorgenommen, mal wieder Gedichte zu schreiben. Abends, auf dem Balkon, wenn die Schwalben den Fledermäusen die Türklinke in die Hand geben.

zeitvertreib

Manchmal klemmt die Pausetaste im Leben. Dann muss man Stop drücken.

Letztes Jahr habe ich festgestellt, dass mir ein Hobby fehlt. Die Suche nimmt Gestalt an: ich fotografiere mehr. Blumen in Makroaufnahme, wie sich das für ambitionierte Hobbyfotografen gehört! Das Sachen-Knipsen ist ganz nett, aber vor allem liebe ich es, die Fotos anzusehen. Als könnte ich dadurch meine Wirklichkeit erst begreifen. Sehen, dass meine Welt real ist und ich auch.

Nach einem Besuch im Techno-Museum in Mannheim möchte ich auch unbedingt Weben ausprobieren. Im Museum war eine Weberei aufgebaut und ich dachte einfach, ja, das! Hin und her und hin und her und am Ende kommt was bei raus. Die Frage ist nur: was? Aber das ergibt sich vielleicht ganz von alleine.

 

wertschätzung

Ich habe heute ein T-Shirt genäht. Ganz schlicht, ohne Muster, ohne Schleifchen, ohne Raffinessen. Und es hat sage und schreibe über 4 Stunden gedauert. Irgendwie kommen mir T-Shirts für über 30 € mit einem Mal echt günstig vor …

hören und zuhören

Seit Weihnachten mülle ich mein Gehirn mit dem Lesen von Triviallitertur und dem Hören von Frauenromanen und Hörspielen, die ich auswendig kann, zu. Ich kann nicht einschlafen, ohne dass jemand mir ins Ohr plappert. Ich kann nicht putzen, nicht kochen, nicht baden, ohne dass meine Gedanken genötigt sind, die ballaststoff- und nährwertarmen Lesekost zu on-the-fly zu verdauen. Im Grunde möchte ich wohl verhindern, dass ich zur Ruhe komme und nachdenke. Warum auch immer.  Es erscheint mir selbst sehr unvernünftig und doch habe ich keine Lust, daran etwas zu ändern.

Erstaunlicherweise stellt sich jetzt ein positiver Effekt ein: ich kann wieder zuhören. Besser gesagt: ich kann wieder anspruchsvolleren Inhalten zuhören, ohne nach fünf Minuten zu gähnen. Das ist ein bisschen, als würde mein Gehirn aus einem Dornröschenschlaf erwachen.

Der letzte Mindblow für mich war folgendes: Adam und Eva. Das klingt jetzt nicht so nach Toptehma, zugegeben. Die zweite Hälfte des Vortrages ist wahrscheinlich nur interessant, wenn man sich tatsächlich für Adam und Eva interessiert. (Kurz zusammengefasst:  Eva wurde aus einem Stück Knochen getöpfert. Das kann man zu Recht schwachsinnig finden.) Aber die erste Hälfte des Vortrages beschäftigt sich ausschließlich mit der Definition des Wortes „Anfang“, wie sich die Wortbedeutung im Laufe der Zeit verändert hat – und DAS hat mich echt umgehauen.

flutschi

Manche Tage flutschen so. Also auf gute Art: Da sind dann morgens alle Ampeln auf grün, auf der Autobahn fahrem nur die fähigen Leute auf der linken Spur und bei der Arbeit kann die gesamte to-do-Liste abgehakt werden. Wunderbar.

Anmerkung: to-do-Listen sollten freitags ohnehin eher kurz gehalten werden…

ja! ja?

Ein neues Jahr. Bald. Und wie oft stelle ich mir die Frage, wozu ich wieder für ein Jahr JA sagen kann. Was möchte ich, was ist sinnvoll, hat das, wofür ich Leidenschaft habe auch finanzielles Potenzial oder muss ich meine Prioritäten ganz anders setzen? Traue ich mich veilleicht doch mal, mehr zu fotografieren? Kann ich mich vielleicht doch motivieren Sport zu machen? Ach. Immer diese Fragen.

Das Leben ist eine Wundertüte. Prall gefüllt.

Wie viele Jahre habe ich mir als Kind zu Weihnachten ein Geschwisterchen gewünscht – scheint so, als würde dieses Jahr der Wunsch vielleicht in Erfüllung gehen. Mein Papa hat sich verliebt, und vielleicht hat die Frau ja schon ein paar Kinder (die sind dann vermutlich über  40 – aber  da kann man wohl nicht wählerisch sein?). Spannend! Außerdem bin ich ehrlich gesagt sehr erleichtert, dass ich mich einfach freuen kann. Ich war mir da nicht sicher.

Two shots of happy, one shot of sad.

Es ist wieder diese Zeit des Jahres … ein großes, schnelles Karussell mit Gefühlen und Sachen. In stillen Momenten träume ich mich ans Meer. In ein schnuckeliges Hotel mit einer warmen Heizung (weil ich in Ferienwohnungen entschieden zu viel gefroren habe …), wenn man aus dem Fenster sieht ist es draußen grau und regnerisch. Und am Horizont nichts, soweit man sieht.

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