auf den kopf gefallen

Was soll ich sagen. Wenn man vorhat, vom Rad zu fallen, wäre es gut, wenn man an dem Tag einen Helm aufhat. Hatte ich natürlich nicht. Dafür eine halbe Woche Zwangspause und irre Kopfschmerzen. (Trotzdem ein Wunder, dass nichts schlimmes passiert ist!) Hab mir einen neuen Radhelm gekauft, der schön UND bequem ist.

Und nach einer einstündigen Internetrecherche habe ich auch die passenden Ohreneinsätze für den Winter gefunden. Im Radladen gab es so universale Fleece-Dinger mit Klett, bei meinem Helm sehen die aber sehr blöd aus, wie so kleine Dumbo-Ohren. Also doch lieber die teuren Original-Earpads. Ich habe übrigens einen kleinen Kopf. Der Helm ist das einzige Kleidungsstück, bei dem ich Größe S trage. Immerhin : )

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Mein Wochenende

Das Wochenende lässt sich wie folgt zusammenfassen:
Kürbissuppe, Kürbislasagne, Kuchen, Brot und mittelprächtige Filme.

 

tuff tuff tuff

Ich bin mit einer Dampflock gefahren! In einem hübschen Holz-Waggon mit beheiztem Ofen, handgeknüpften Gepäcknetzen, einer Tasse Kaffee und lauter lieben Menschen.

Dann wiederum,
wenn sich die Abfolge an schlechten Entscheidungen
um eine weitere verlängert,
kann man irgendwie
auch nur noch
lachen.

Und versuchen,
möglichst würdevoll
im Schlamm zu sitzen.

 

blubb börgs

Mein Bauch brodelt.
Wie tütenweise Brausepulver gegessen
und zwei Gläser Zitronensprudel hinterhergetrunken.

Da im Bauch sitzt mein Organ für Gerechtigkeit.
Ungerechtigkeit aushalten ist echt nicht so meine Stärke.
Manche kommen da in  so ein Märtyrer-Feeling rein
und fühlen sich dann fast wohl.

Ich nicht.

Ich brodle.
Und ärgere mich.
Und bin wütend.
Ganz tief in mir drin.

Und am meisten
ärgere ich mich
über mich selber,
dass ich das alles
nicht habe kommen sehen.

Ich hab es nicht mal erahnt.

ein gedicht

Zwischen den Fronten
ist man ganz allein auf weiter Flur
und hat dennoch kaum Raum um zu atmen.

Und wie scheiß ungerecht ist das,
wenn es überhaupt nicht mein Konflikt ist,
und ich trotzdem mittendrin bin.

Ein bisschen wie im Krieg.
Nur mit Familie.

 

ja, ach!

Also, auf Freunde kann man sich verlassen.
Manchmal auch darauf, dass Sie geplante Termine kurz vorher absagen – oder sich erst auf den allerletzten Drücker melden und es dann für alle stressig und unangenehm wird.

Boah, und ich bin auch so! Menschen sind so anstrengend!

ffffffft

Mir ist alles zu viel, weil ich den Kopf nicht mehr frei krieg. Überall was zu tun, egal wo ich hinschau. Alles nicht schlimm, aber einfach keine Ende in Sicht.

Müdemüde mag nicht mehr.

Wünsch mir, dass ein Wunder passiert.

blopp und topp

Es macht mich völlig fertig, wenn zwischen Gesagtem so viel Unausgesprochenes steht … so viel Angst und Lebenskrise und auch nicht-wahrhaben-Wollen. Da kann der Gegenüber noch so viel Weglächeln und Schönreden. Das macht es nur schlimmer. Wenn der Verstand wahrnimmt: Ist doch alles paletti, hörste doch! und der Bauch dabei kaum wahrnehmbar murmelt: Hmjoa, aber irgendwie … irgendwas stimmt da doch nicht. Da brauch ich Stunden nach der Begegnung, bis ich das raffe, bis ich mein Bauchmurmeln hören und dann verifizieren kann, um dann wieder im Einklang zu sein. Manchmal könnt ich auf diese Empathie echt verzichten.

Dafür war der Sonntag durchweg sonnig! Sport geschwänzt und stattdessen Spaziergang im Wald mit sehr erfolgreichem und konstruktivem Krisengespräch. Müslipause. Kaffee und Kuchen, gute Gespräche, ausgewogenes Reden und Zuhören und dazu viel Sonne mit lieber Freundin. Und dazu sehr inspirierend: Kaum zuhause angekommen hab ich gleich was leckeres gekocht.

Urlaub. Ueckermünde. War schön. Zum ersten Mal mit Auto in Urlaub – das hat sich sehr gelohnt. Wir streiten im Auto immer wegen jedem Scheiß – so war der Urlaub außerhalb des Autos so entspannt und konfliktfrei wie noch nie! Wir waren ernsthaft 4 Mal bei McD. essen (Hamburger und Pommes sind milchfrei, das ist ein Argument). Ich habe viel gezeichnet und dank zu kleinem Tisch und zu kleinem Stuhl tat mir nach zwei Tagen wirklich jedes Gelenk weh. Biologisches Alter: 60 plus. Außer den Fußzehen, vielleicht, die sind ganz gut in Form!

Wieder zuhause habe ich noch zwei Tage Urlaub gespielt. Einen Tag habe ich im Zoo vertrödelt. Und meinen Geburtstag habe ich alleine verbracht mit einem Ausflug in ein supersüßes Städtlein, mit Schaufensterbummel und Besuch im Sole-Bad, habe sogar  an der Senioren-Gruppen-Wassergymnastik teilgenommen. Das war anstrengender als gedacht und ich habe superfiese Kopfschmerzen bekommen, die ich mit einer risengroßen Eisschokolade in Schach halten konnte, so habe ich es immerhin bis in die Bahn nach Hause geschafft. Dank Blur im Ohr konnte ich entspannt nach Hause dösen. Zu Abendessen gab es Salat und unverschämt viel Schokolade und Karamell und eine große Portion Netflix. Ende.

Die erste Woche nach dem Urlaub ist immer Horror für mich. Der blöde Alltag mit seinen noch blöderen hundert Anforderungen hat sich nämlich nicht wie erwartet in Abwesenheit in Luft aufgelöst. Und im Büro knallen stündlich neue Aufträge rein. Ist ja schön, aber doch nicht alles auf ein Mal. Puh.

Zur Motivation und Ablenkung habe ich mir einen neuen Schreibtisch bestellt. Mit einer altrosa Tischplatte. Das war ganz spontan, hoffentlich bereue ich das nicht. Ganz zur Not würde ich sie halt wieder runterschrauben und wir bekämen zu Hause einen rosa Esstisch. Mal sehen!

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